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Der Ausbruch des 2. Weltkrieges

Die Firma nach Ausbruch des 2. Weltkrieges

 

Foto vom Maschinensaal der Spiralfedernfabrik Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges stieg der Bedarf an technischen Federn sprunghaft an. Der Betrieb wurde als kriegswichtig eingestuft und stand unter Kontrolle der NSDAP und Gestapo. Erste zum Fronteinsatz eingezogene Mitarbeiter der Firma verloren ihr Leben auf den Kriegsschauplätzen Europas.

 

Der Firmeninhaber Kurt Weigel wurde mehrfach in das Gestapo-Quartier auf dem Kaßberg einbestellt, da ihn Denunzianten wegen der noch in seiner Firma arbeitenden Juden und seinem loyalen Verhältnis zu den Zwangsarbeitern anzeigten. Dieser Zivilcourage, die er im übrigen auch seinen Nachkommen vererbt hat, war es zu verdanken, dass er nicht wenige seiner Arbeiter und Angestellten vor dem Schlimmsten bewahrte.




SpiralfedernfabrikKurz vor Kriegsende hatte die Alfred Weigel KG mit ca. 500 Mitarbeiter den höchsten Personalbestand ihrer Geschichte erreicht. In der Unternehmensführung, aber auch in der Fertigung war zum Teil schon die zweite Generation tätig. Noch heute existieren akribische Aufzeichnungen über Ehrungen zu Betriebsjubiläen, Vorsorge-Fonds für die Beschäftigten, Berufungen der Vorarbeiter und Obermeister.








Teilansicht der 1945 zerstörten Betriebsstätte Lutherstraße 26 Bei den schweren Luftangriffen der Alliierten im Februar/März 1945 wurden große Teile der Stadt Chemnitz in Schutt und Asche gelegt.

 

Dabei wurde auch die Betriebsstätte der Alfred Weigel KG in der Lutherstraße vollständig zerstört und Gebäude auf der Annaberger Straße stark beschädigt. Wieder verloren Mitarbeiter der Firma und Angehörige der Unternehmerfamilie dabei ihr Leben.